Innovatives Bildungskonzept

Wenn du tust, was du immer getan hast, wirst du auch das erreichen, was du immer erreicht hast! –Albert Einstein

Die Social Innovation Academy (SINA) ist eine einzigartige Lernumgebung, die es benachteiligten Jugendlichen ermöglicht, eigenständig Arbeitsplätze zu schaffen. Dies wird erzielt, indem innovative Projektideen zu Sozialunternehmen entwickelt werden, welche einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und Umwelt haben.

In einer selbstorganisierten Umgebung für Innovation werden die Jugendlichen zu Sozialunternehmern. In einem offenen Lernumfeld werden Wissen und praktische Fähigkeiten so miteinander verbunden, dass Projekte den Lehrplan bilden. Die Akademie basiert auf “freesponsibility”, um das Potential jedes Einzelnen zu entfalten. Die Schüler verlassen SINA nicht mit einem Zertifikat, sondern mit einem vollständig etablierten sozialen Unternehmen und ihrem eigenen Arbeitsplatz. SINA überschreitet das aktuelle Bildungsmodell in Uganda, welches eine kolonialistische Starre aufrecht erhält. SINA bietet ideale Voraussetzungen für die Jugend, um ihre Träume in die Tat umzusetzen. Die entstandenen Werte drehen sich um Respekt und intrinsische Motivation.

Als Teil eines ganzheitlichen Unternehmenskonzeptes werden innovative Ideen der Stipendiaten bei SINA weiterentwickelt, um einen sozialen und ökologischen Mehrwert, statt nur einen finanziellen Gewinn zu schaffen. Stipendiaten von SINA müssen zügig einen Prototypen ihres Produkts oder ihrer Dienstleistung erstellen. Wenn die Projektidee darauf basiert, ein soziales oder eine ökologische Herausforderung zu lösen, wird der finanzielle Profit für die Zeit der Projektinkubation verdoppelt. Wenn die Projektidee einen Mehrwert für die Gesellschaft und die Umwelt schafft, wird der erwirtschaftete Profit sogar verdreifacht, um die Entwicklung des Projekts hin zu einem sozialen Unternehmen zu beschleunigen.

SINA ist ein zukunftsfähiges Bildungsmodell mit einer positiven Umweltbilanz. Abfall wird als eine nützliche Ressource für innovative Projekte gesehen. So werden zum Beispiel Briketts aus Biomasse hergestellt, menschliche und tierische Ausscheidungen für ein Biogas-System genutzt oder aus alten Plastikflaschen Gebäude gebaut. Dadurch wird die Umwelt geschützt und es wird beispielhaft gemacht, dass Abfall anders betrachtet und das Erzeugen von Abfall komplett verhindert werden kann.

 

das gesamte SINA Team mit den ehemaligen Patenkindern

Selbstbestimmung und Persönlichkeitsentwicklung

Das Ziel der Social Innovation Academy (SINA) ist es, ugandischen Jugendlichen mit einem marginalisierten Hintergrund an den Punkt zu bringen, an dem sie autark sein können, in dem sie ihre eigenen Projekte in Form von sozialen Unternehmen gründen und führen können. Junge Erwachsene, die ansonsten niemals in der Lage gewesen wären ein Unternehmen zu gründen, werden zu Unternehmern.

SINA ist komplett selbstorganisiert, um die Stipendiaten zu befähigen. Sie leiten die Akademie gemeinsam mit Mentoren und ohne einen Vorgesetzten, der Anweisungen erteilt. Verschiedene Arbeitsgruppen übernehmen die Verantwortung für Bereiche wie Buchhaltung, Logistik, Geschäftsbetrieb, Verwaltung und die Zukunftsfähigkeit des gesamten Projekts. Das Ziel ist es, die Stipendiaten auf unternehmerische Aufgaben vorzubereiten. Um ein Unternehmen leiten zu können, werden Expertise und Fähigkeiten benötigt, die nicht in der Schule unterrichtet werden, sondern stattdessen jeden Tag bei SINA durchlebt werden. Vom ersten Tag an erhalten die Stipendiaten ein hohes Maß an Verantwortung, um SINA zu führen. Der Stipendiat wächst durch die Erfahrung, lernt in einer geschützten Umgebung aus seinen Fehlern und wir dabei unterstützt, ein eigenes oder ein Team-Projekt zu gründen, welches dann ein soziales Unternehmen wird.

Die Stipendiaten werden ganzheitlich befähigt, bis sie die selbstbestimmte Umsetzung jeglicher innovativer Projekte durchführen können, um mit ihrem eigenen Arbeitsplatz SINA verlassen zu können. Im Vergleich zu weiterführenden Schulen mit Klassengrößen von 100 Schülern in jedem Raum, liegt der Fokus hier auf Qualität und nicht Quantität. Die Akademie ist auf maximal 45 Stipendiaten und 15 Mentoren ausgelegt, die ihnen ihr Potential entlocken.

Kultur schaffen und Verlernen

Wenn Schüler die Schule in Uganda abschließen oder abbrechen, tun sie dies mit einer Angst Fragen zu stellen. Der Grund hierfür ist, dass das Stellen von Fragen während ihrer Schulzeit nicht favorisiert wurde. Nur das Auswendiglernen wurde belohnt. Zudem verlassen die Schüler die Schule mit der Angst davor, etwas anders zu machen, als der Standard es ihnen vorgibt. Daher herrscht die generelle Einstellung, dass es besser ist nichts zu tun, als etwas falsch zu machen. Dies liegt daran, dass Fehler in Schulen durch Prügel oder Beschämen bestraft werden. Für junge Menschen in Uganda ist es daher grundsätzlich schwierig selbstständig eigene Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen oder Unternehmen zu gründen. Si

demokratische Selbstorganisation in der SINA

e sind ein Leben lang daraufhin konditioniert worden, Befehlen zu gehorchen und zu tun, was ihnen gesagt wurde. Forschungsergebnissen zufolge ist diese Konditionierung der jungen Generation in der Schule einer der Hauptgründe, warum Uganda von einer Krise im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit betroffen ist.

Gewaltfreie Kommunikation, active listening, Design Thinking, ideenproduzierende Workshops, Konflikttransformation und Teambildungsmaßnahmen sind Instrumente und Werkzeuge, um limitierende Glaubensansätze herunter zu brechen. Nur wenn Furcht in Motivation umgewandelt wird, blühen Stipendiaten auf. Daher steht eine Organisationskultur basierend auf Vertrauen, Harmonie und Zufriedenheit im Zentrum von SINA und der grundlegenden Ausbildung.

Soziales Unternehmertum

Probleme können als unbefriedigte Bedürfnisse angesehen werden und diese beinhalten stets unternehmerische Chancen. Lösungen erfordern ein gutes Problemverständnis und unkonventionelles Denken. Wenn bei Produkten oder eine Dienstleistungen, Probleme in ländlichen Gebieten verbessert und Menschen gewillt sind, für diese Verbesserung ihrer Lebensumstände zu zahlen, dann haben sie ihre Entwicklung in die eigene Hand genommen. Dies erzeugt einen Kreislauf, in dem erhöhte Nachfrage zu einem Wachstum des Unternehmens führt und somit die gesellschaftliche Wirkung erweitert. Dies ist eine höchst inklusive Form der Entwicklungszusammenarbeit durch soziales Unternehmertum. Die Abhängigkeit von Spendern oder der Regierung werden abgeschafft und die Kunden fördern soziale Veränderungen und weitere Innovationen. Statt nur den finanziellen Erfolg eines Unternehmens zu messen, werden die sozialen und ökologischen Aspekte der Geschäftsaktivitäten gleichermaßen bei Sozialunternehmen berücksichtigt. Die Stipendiaten in SINA werden bezüglich in den Grundlagen und Prinzipien des sozialen Unternehmertums geschult.

Coaching bedeutet, jemanden in seiner Entwicklung zu unterstützen, ohne sich dabei aufzuzwingen. Dies setzt Potentiale frei. Eine schwierige persönliche Vergangenheit ist in keiner Weise ein Hinweis auf eine schlechte Zukunft. Das Coaching unterstützt die Stipendiaten dabei, sich auf ihre Ziele zu konzentrieren, ihren Fähigkeiten zu vertrauen und Entscheidungen zu treffen. Dieser Beratungsprozess bei SINA befähigt die Stipendiaten, erfolgreiche Partnerschaften zu führen, an sich selbst zu glauben und zu erkennen, welche Hindernisse oder Herausforderungen der Erreichung der persönlichen Ziele im Wege stehen. Der Stipendiat und Coach gestalten gemeinsam eine Vorgehensweise, um das Leben so zu gestalten, wie es sich der Stipendiat wünscht.

Projektinkubation und Mentoring

Durch den Input anderer Lerngruppen, ertrags-generierende Projekte und gelegentliche Trainings mit externen Gästen, erhalten Stipendiaten ständig neuen und unter-schiedlichen Input. Wenn ein Stipendiat oder eine Gruppe von Stipendiaten ihre eigene Projektidee für die Gründung eines sozialen Unternehmens haben, können sie diese der gesamten Gemeinschaft vorstellen. Entsprechende Rückmeldungen werden gegeben. Wenn die Idee Potential besitzt, werden dem Projekt zudem zwei Mentoren zur Seite gestellt. Dem Team wird ein kleiner Betrag in Höhe von 20 USD zur Verfügung gestellt und das Projekt geht dann in ein Gründungssystem über, welches den Lean-Prinzipien folgt. Im Rahmen des Prozesses wird eine entscheidende Denkweise entwickelt und Stipendiaten werden dazu gebracht Ihre Komfortzone zu verlassen. Dies geht solange, bis das Unternehmen rentabel ist und die Gründer ihre eigene Beschäftigung geschaffen haben. Stipendiaten bleiben solange in der SINA, wie es nötig ist, um ihre eigene Beschäftigung zu etablieren.

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