Bedeutung „Jangu“ und Entstehung

Als Vereinsnamen haben wir ein Wort aus der in Uganda weit verbreiteten lokalen Sprache “Luganda” gewählt. Wörtlich übersetzt bedeutet „Jangu“ “komm (her)”. Wir wollen damit anregen, eine andere Kultur kennen zu lernen, “herzukommen” und sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen.

Komm und erfahre dass Uganda nicht gleich Afrika ist, dass nicht alle AfrikanerInnen trommeln können und dass Uganda nicht nur aus hungernden Kindern besteht, sondern kulturellen Reichtum, Vielfalt und Lebensfreude zu bieten hat.

„Jangu“ bedeutet ebenfalls „sich nähern bis zum Punkt des Erreichens.“ Durch die Organisation und Durchführung von Bildungspatenschaften mit ugandischen Kindern möchte Jangu e.V. nicht nur den Kindern Bildung und damit Zukunftsmöglichkeiten bieten, sondern auch das Kennenlernen von verschiedenen Kulturen ermöglichen.

Entstehungsgeschichte

Im Kankobe Children’s Home werden Voll- und Halbwaisen mit dem Nötigsten versorgt und besuchen die Grundschule im Dorf. Danach kann das Waisenhaus nicht weiter für sie sorgen. Die wenigen, die noch Verwandte haben, kehren dann zu ihnen zurück. Dort ist es leider selten möglich, dass sie weiterhin eine Schule besuchen können.

Kinder ohne Verwandte stehen fortan auf eigenen Beinen und müssen versuchen ihren Lebensunterhalt selbst zu finanzieren, was nicht immer gelingt und im Alter von etwa 13 Jahren eine schwierige Aufgabe darstellt. Es gibt in Uganda keine staatlichen Unterstützungen, Krankenversicherung oder ähnliches.

Patenschaft übernehmenJedes Kind hat jedoch das Recht auf Bildung und sollte somit die Möglichkeit haben eine Schule zu besuchen. (UN-Menschenrechtscharta von 1948)

Während dem einjährigen Freiwilligendienst von Etienne Salborn in Uganda wurde 2007 ein Sponsorenaufruf gestartet, um den Waisenkindern des Kankobe Children’s Home Zukunftschancen durch Bildung ermöglichen zu können.

Die Initiative zum Sponsorenaufruf kam von dem elternlosen Mädchen Anna, welches sich an uns Freiwillige gewandt hatte, da sie nicht wusste, wie ihre Zukunft aussehen sollte. Sie hat nun eine Patenfamilie, die sie unterstützt und ist eine der Klassenbesten von über 90 MitschülerInnen.

Da die anderen Waisenkinder aus Kankobe vor der gleichen Situation standen, wurden seit 2007 Patenschaften ins Leben gerufen. Es folgten weitere Freiwillige, die in Kankobe arbeiteten und die Kinder betreuten. 2009 beschlossen acht Gründungsmitglieder den gemeinnützigen Verein “Jangu e.V.” zu gründen, um eine solide Grundlage für unsere Tätigkeit zu schaffen und in Zukunft weitere Projekte starten zu können.

Kooperation auf Augenhöhe: Die Gründung von SINA

2 - erste Generation an Patenkindern schliesst mit der Oberschule ab2013 schloss die erste Generation geförderter Jugendlicher erfolgreich ihr Abitur ab. Eine weitere Förderung für die Universität oder Berufsschule konnte aber nur in Ausnahmefällen durch die Patenschaften getragen werden. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit erschwerte die Jobsuche zusätzlich.

Um einen Ausweg aus dieser Problematik zu finden, haben wir in einem Open Space Workshop mit den Abiturienten und den Patenkindern in den höheren Klassen gemeinsam nach Lösungen gesucht. Es war ihre Idee, dem defizitären, postkolonialen Bildungssystem, in Zusammenarbeit mit Jangu, einen nachhaltigen Bildungsort hinzuzufügen. Die Idee eines Ortes, an dem Schüler zu Unternehmern werden und ihre eigenen Arbeitsplätze schaffen, die Akademie für Soziale Innovation (SINA), war geboren.

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Kontodetails:
Inhaber: Jangu e.V.
Konto-Nr.: 1005414055
BLZ: 120 300 00
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